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SUMMARY:Christoph Kaufmann: Friedrich Otto Gerstenberger. Der Architekt des Capa-Hauses
DESCRIPTION:Vortrag mit Christoph Kaufmann \nKaum ein Architekt der jüngeren Leipziger Geschichte ist so in Vergessenheit geraten wie Friedrich Otto Gerstenberger. Er wurde 1870 in Leipzig geboren und machte sich früh selbstständig. Obwohl er an Entwurf und Ausführung von weit mehr als 100 Gebäuden in Leipzig und Markkleeberg beteiligt war\, ist sein Gesamtwerk bisher weitgehend unbekannt. Das Capa-Haus in der heutigen Jahnallee 61 ist sicher eines seiner Hauptwerke. Das laut Bauakte „Herrschaftliche Wohnhaus“ wurde 1910 fertiggestellt. Es beherbergt heute u.a. die Erinnerungsstätte an den weltberühmten Fotografen Robert Capa. Ebenso bedeutend ist das 1912 errichtete „Haus Dreilinden“\, das heute als Spielort der „Musikalischen Komödie“ dient. Gerstenbergers zahlreiche Wohnbauten konzentrieren sich vor allem im Leipziger Süden und zeigen Stilelemente des Historismus\, des Jugendstils und des Reformstils. Otto Gerstenberger starb 1950 in Leipzig.
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SUMMARY:ABGESAGT: Eine Hommage an den Menschen. Zum künstlerischen Schaffen von Lea Grundig
DESCRIPTION:Die Veranstaltung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. \nBuchvorstellung und Gespräch mit Sigrid Jacobeit und Anna Schlotmann\nModeration: Nora Pester \nLea Grundig gehört zur ersten Reihe deutscher Grafikerinnen des 20. Jahrhunderts. Als Jüdin und Kommunistin arbeitete sie während der NS-Diktatur in materieller Not\, war Erniedrigung\, Verfolgung und Haft ausgesetzt. Ihr Werk entstand in der Weimarer Zeit\, unter dem Faschismus\, im Exil in Israel und in der DDR. Die Autorinnen und Autoren von „Eine Hommage an den Menschen“ betrachten diese verschiedenen Lebens- und Schaffensphasen; Zeitzeugen berichten von ihrer Begegnung mit der Künstlerin. Sigrid Jacobeit und Anna Schlotmann stellen das Buch im Gespräch mit Nora Pester\, Verlegerin des Hentrich & Hentrich Verlags Leipzig\, vor.
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SUMMARY:Offener Sonntag im Capa-Haus
DESCRIPTION:Die Dauerausstellung „War is Over“ sowie die Sonderausstellung „Colditz im Capa. Das Gefangenenlager” sind kostenfrei zugänglich. Es werden Kurzführungen angeboten.
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SUMMARY:„Wir waren die Juddebube“. Die Frankfurter Eintracht und ihre Juden
DESCRIPTION:Vortrag und Diskussion mit Felix Börner (Eintracht Frankfurt Museum) \nEintracht Frankfurt galt lange Zeit als „Judenclub“. Man hatte einen liberalen und kosmopolitischen Ruf und auch tatsächlich wirkten in den Anfangsjahren der Eintracht viele jüdische Sportler\, Mäzene und Funktionäre mit. Nicht zuletzt deshalb war der Verein von der Machtübernahme der Nazis stärker betroffen als andere prominente Clubs. Bereits 1933 wurden Juden vom Regime systematisch aus Funktionärsposten herausgedrängt. Auch in Frankfurt wurden die Spitzenpositionen von Leuten besetzt\, die dem nationalsozialistischen System dienlich waren. Die Vereine handelten oft in vorauseilendem Gehorsam. Opportunismus\, Machtkalkül und Karrierestreben machten sich auch im Vereinsleben breit.\nIn der post-nationalsozialistischen Sportwelt dominierte auch in Frankfurt der Geist des „Unpolitischen“. Die zumeist dünne Quellenlage diente allzu oft als Vorwand\, sich nicht mit der Vergangenheit befassen zu können oder zu müssen. Akteure\, die während des Nationalsozialismus als Funktionsträger agierten\, konnten bei der Eintracht bis in die 1990er Jahre als Ehrenmitglieder auf den Tribünen Platz nehmen. Dem privaten Engagement einzelner Fans und Fangruppen ist es zu verdanken\, dass sich mittlerweile Vieles verändert hat und z.B. die Geschichte von Helmut „Sonny“ Sonneberg\, dem vielleicht wichtigsten Zeitzeugen der Eintracht im NS\, endlich den Raum erhalten hat\, den sie verdient.\nWelche Rolle Erinnerungsabwehr und Antisemitismus nach 1945 spielten\, wie schwer die Auseinandersetzung und Aufarbeitung der NS-Vergangenheit auch bei der Eintracht waren und immer noch sind\, davon erzählt Felix Börner vom Eintracht Frankfurt Museum. \nEine gemeinsame Veranstaltung von Chemiefans gegen Antisemitismus und dem Fanprojekt Leipzig. Mit freundlicher Unterstützung der Amadeu-Antonio-Stiftung\, dem Programm Weltoffenes Sachsen und der DFB-Kulturstiftung. \nFoto: Helmut „Sonny“ Sonneberg (c) Eintracht Frankfurt Museum
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