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Die Macht feministischer Öffentlichkeit – 160 Jahre „Neue Bahnen“ und die Frauenbewegung

22 September |18:00 - 20:00
kostenfrei

Mit Prof. Dr. Susanne Schötz, PD Dr. Astrid Franzke
Moderation: Nane Pleger

Wie verschafft sich eine soziale Bewegung Gehör in einer Zeit ohne soziale Medien oder das Internet? Wie war es im 19. Jahrhundert möglich, dass sich die Frauenbewegung zu einer Massenorganisation in Deutschland entwickelte? 1865 gründeten Louise Otto-Peters und ihre Mitstreiterinnen den Allgemeinen Deutschen Frauenverein (ADF) in Leipzig und brachten die Vereinszeitschrift „Neue Bahnen“ heraus. Sie sollte zum zentralen Medium der ersten organisierten Frauenbewegung werden. In verschiedenen Rubriken berichteten die Autor:innen über das Vereinsgeschehen, vermittelten aber auch ganz praktische Handlungsweisen zur Selbstorganisation und politischen Praxis, etwa mittels Petitionen. Besonders die Kernforderungen des ADFs, nämlich Mädchen und Frauen bessere Zugänge zu Bildung und Erwerbsarbeit zu ermöglichen, konnten somit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bemerkenswert ist, dass die „Neuen Bahnen“ auch über internationale Entwicklungen und Initiativen sowie technische Neuerungen, Kunst, Literatur und Kultur berichteten.
Die Veranstaltung nimmt das 160-jährige Jubiläum der ersten Ausgabe zum Anlass, die Rolle der „Neuen Bahnen“ für die Entstehung feministischer Öffentlichkeit zu diskutieren. Die Historikerinnen Astrid Franzke und Susanne Schötz geben einen Überblick zu ihrer Bedeutung für Vernetzung, Wissenstransfer und Geschichte der Frauenbewegung.

Veranstalter: Eine Veranstaltung der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V., gefördert vom Digitalen Deutschen Frauenarchiv

Details

  • Datum: 22 September
  • Zeit:
    18:00 - 20:00
  • Eintritt: kostenfrei
  • Veranstaltungskategorien: ,