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Arbeitsideologie im Nationalsozialismus: Die Verflechtungen von Antisemitismus und „deutscher Arbeit“

19 November |19:00 - 21:00

Vortrag und Gespräch mit Nikolas Lelle

Arbeit nahm in der Ideologie des Nationalsozialismus eine zentrale Stellung ein. Das nationalsozialistische Verständnis von Arbeit war dabei eng mit menschenverachtenden Ideologien wie Antisemitismus, Rassismus, Sexismus, Antiziganismus und (Sozial-)Chauvinismus verbunden. Für ihre Arbeitsideologie knüpften die Nationalsozialisten an das bereits im 19. Jahrhundert entstandene Konzept der „deutschen Arbeit“ an. Damit wurden rassistische und antisemitische Fremd- und Feindbilder konstruiert und Zugehörigkeit und Ausschluss aus der NS-„Volksgemeinschaft“ bestimmt.

Gemeinsam mit Nikolas Lelle wollen wir die nationalsozialistische Arbeitsideologie und das Konzept der „deutschen Arbeit“ genauer betrachten. Was bedeutete Arbeit in der NS-Gesellschaft? Welche Vorstellungen von Arbeit und Leistung verbanden sich mit dem Begriff der „deutschen Arbeit“? Und welche Rolle spielte der Antisemitismus innerhalb dieser Arbeitsideologie?

Ausgehend von diesen Fragen nähern wir uns dann dem Zwangsarbeitseinsatz von Jüdinnen und Juden aus ideologischer Perspektive. Anhand einer Biografie wollen wir schließlich nachvollziehen, wie sich diese Ideologie konkret auf das Leben eines Menschen auswirkte. Dabei wird sichtbar, wie eng ideologische Vorstellungen, gesellschaftlicher Ausschluss und die konkrete Praxis von Zwangsarbeit miteinander verbunden waren.

Eine Veranstaltung in der Reihe „Jüdische Zwangsarbeiter:innen in Leipzig“ von der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig im Rahmen von „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“

Details

  • Datum: 19 November
  • Zeit:
    19:00 - 21:00
  • Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Veranstalter

  • Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig